Rezension: Artifact Deck

Die verschiedenen Kartensets sind inzwischen ein fester Bestandteil der Produktpalette von Monte Cook Games geworden. Mit dem Artifact Deck ist eine weitere Sammlung von Karten für den Einsatz am Spieltisch dazugekommen. Wie nützlich das Deck meiner Meinung nach ist und ob sich die Anschaffung lohnt, könnt ihr in meiner Rezension lesen!

Mit den Cypher-Decks hat MCG mir und meinen Spielern eine Menge Schreib- und Buchhaltungsarbeit abgenommen. Ich nutze sie eigentlich fast ausschließlich bei der Verteilung von Cyphern, so dass während des Spiels niemand in die Regelbücher schauen muss, um die Funktion ihrer Cypher nachzuschlagen.

Das Artifact Deck erfüllt einen ähnlichen Zweck. Es besteht aus 100 farbigen Karten und kostet 19,99$. Die Karten kommen in Plastikfolie eingeschweißt daher, eine andere Verpackung gibt es nicht. Auf jeder der 100 Karten in der Größe von Pokerkarten ist auf der Vorderseite die Beschreibung eines Artefakts aufgedruckt, während die Rückseite ein Bild des entsprechenden Artefakts zeigt. Im Vergleich zu den Cypher Decks ist hier tatsächlich jedes Artefakt farbig bebildert. Auch wenn es sich bei den Zeichnungen an einigen Stellen um bekannte Artworks aus anderen Numenera-Produkten handelt, passen sie zu den vorgestellten Artefakten.

Bei den enthaltenen Artefakten handelt es sich ausschließlich um neue, in keinen anderen Publikationen erschienene Objekte. Da das Artifact-Deck im Rahmen der Kickstarter-Kampagne „Into the Ninth World“ veröffentlicht wurde, haben ein paar der Artefakte einen Bezug zu den Büchern Into the Night und

Ähnlich wie bei Cyphern handelt es sich bei Artefakten um Gegenstände, die den Handlungsspielraum der Charaktere erweitern. Im Deck finden sich viele kreative und interessante neue Ideen, der „Depletion“-Mechanismus sorgt dabei aber dafür, dass die Gegenstände das Spielgleichgewicht nicht dramatisch durcheinander bringen. Trotzdem würde ich als SL dazu tendieren, Artefakte handverlesen zu verteilen und sie nicht zufällig aus dem Deck ziehen zu lassen. Zum Einen ist es aus meiner Sicht schwerer, ein zufällig gezogenes Artefakt als einen Cypher glaubhaft und stimmig in den Kontext eines Abenteuers einzubauen, zum anderen stellt sich die Frage nach dem Balancing bei einem Artefakt stärker, da es (in der Regel) mehr als einmal eingesetzt werden kann.

Fazit

Ist das Artifact-Deck ein „must-have“? Sicher nicht, man kann gut ohne es spielen. Das Corebook und Sir Arthour’s Guide bieten Unmengen an Artefakten, mit denen man einige Kampagnen lang auskommen kann. Der Vorteil des Decks ist der Nutzen am Spieltisch. Ich mag es, Infos in handlicher Form zur Verfügung zu haben und die Kartendecks zu Numenera sind dafür super. Ein großes Plus ist die Bebilderung aller vorgestellter Artefakte. Etwas schade ist, dass das Deck ohne Deckbox daher kommt, also lediglich eingeschweißt ist. Da mein Cypher Chest inzwischen voll ist, der Strom an neuen Decks aber auch in naher Zukunft nicht abzureißen scheint, musste ich auf einzelne Plastikboxen ausweichen. Eine einfache Pappschachtel für die Karten wäre nicht schlecht gewesen.

Gesamtwertung: 9/10

 

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