Spielhilfe: Händler der Neunten Welt I

In der Artikelserie mit dem Titel „Händler der Neunten Welt“ möchte ich euch verschiedene NSCs vorstellen, die sich auf den Marktplätzen der Neunten Welt herumtreiben und ihre ungewöhnlichen Waren vorstellen. Die meisten vorgestellten Händler sollen lediglich ein wenig Farbe in den typischen Stadtbesuch bringen, andere bieten sich vielleicht als Aufhänger für ein ganzes Szenario an. Als Einstieg möchte ich Ran Dilan vorstellen, einen Händler für Träume…

Ran Dilan

Ran verkauft an seinem Stand zahlreiche kleine Gefäße aus bunt bemaltem Glas. Im Inneren befinden sich befremdlich aussehende, kleine Lebewesen. Sie ähneln fingerlangen Maden mit einer einzelne, kleinen Schere am Kopf.. Ihnen allen ist gemein, dass sie auf der Oberseite ihres Köpers kleine, runde Pocken in einer bestimmten Farbe aufweisen. Auf den Gefäßen, in denen die Tiere gehalten werden, stehen Aufschriften wie „Süße Nacht“, „Traum vom Fliegen“, „Herzklopfen“ oder „Dunkles Labyrinth“.

Ran erklärt dem Interessierten gern die Funktion der Tiere: Er nennt sie Traumspinner und sie „erschaffen“ Träume. Die dafür notwendige Prozedur mag etwas befremdlich klingen: Vor dem Zubettgehen nimmt man die Kreatur aus dem Glas und legt sie aufs Kopfkissen. Auch wenn viele befürchten, die Käfer krabbelten des Nachts durch die Nasenöffnung ins Gehirn, beschwichtigt Ran seine potentiellen Kunden: Die Kreaturen legen sich lediglich ruhig auf die Stirn des Schlafenden. Sie benötigen spezielle Bedingungen für ihre Metamorphose, die sie nur bei denkenden Wesen während derer Tiefschlafphase finden. Die Metamorphose selbst findet während der darauffolgenden Traumphase statt und sorgt für intensive Träume, deren Inhalte von der Farbe und Art des Traumspinners abhängen. Was genau der Schlafende träumt, hängt allein vom Traumspinner, so dass der Kunde seinen Traum ganz gezielt auswählen kann. Nach der Metamorphose gleicht der Traumspinner einer Art Schmetterling mit vier Flügelpaaren, die in der Nacht ein fluoreszierendes Leuchten abgibt. Außer etwas feinem Staub auf der Stirn des Schlafenden bleibt vom Traumspinner nichts zurück.

Szenario-Idee 1: Rans kuriose Traumspinner erfreuen sich großer Beliebtheit, so dass er damit inzwischen durch die Städte der Heimfeste reist. Bei seinem letzten Halt in einer Stadt in Milave macht er jedoch eine höchst seltsame Entdeckung: Die Träume der Traumspinner scheinen alle identisch. Die Kunden beschweren sich über dieselben wirren Alpträume, begleitet von üblen Schlafstörungen. Das Geschäft läuft gar nicht gut, Käufer verlangen ihr Geld zurück, schnell droht sich die Kunde von den „Alptraumkäfern“ zu verbreiten. Auch überleben die Traumspinner die Metamorphose nicht. Ran sucht nach jemandem, der sich des Problems annehmen kann…

Szenario-Idee 2: Gerade bei Damen des Adels von Qi sind die Traumspinner zurzeit der letzte Schrei. Ran hat begonnen, die Kreaturen zu züchten. Zum ersten Mal ist ihm die Kreation eines Traumspinners gelungen, der eine karmesinrote Färbung aufweist. Unglücklicherweise war der von dieser Züchtung erzeugte Traum so eindrucksvoll, dass die Tochter eines bedeutsamen Adligen scheinbar gar nicht mehr aus dem Traum erwachen will. Die junge Dame hat ihrem Vater natürlich nichts von dem Traumspinner erzählt, so dass dieser am nächsten Morgen lediglich etwas Staub auf der Stirn seiner schlafenden Tochter vorfindet. Nun sucht er nach fähigen Leuten, die das mysteriöse Verschwinden seiner Tochter aufklären.

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